Sonntag, 23. März 2014

Blogbattle #6: Lohn vs. Preise

Das Wort zum Sonntag, gesprochen von Pastorin Claudia Karlsson, lautet diesmal "Lohn  und Preise".

Tja, was soll man dazu sagen. Die Löhne für Otto Normalverbraucher sind im Keller, die Preise für die alltäglichen Lebenshaltungskosten stehen dazu in keinem Verhältnis. Warum? Nun, dazu kann man Wirtschaftsweise, Philosophen, Politiker oder sonst jemanden konsultieren, um schlaue Antworten zu erhalten. Ich habe mir dazu auch mal so meine Gedanken gemacht, die nicht den Anspruch auf Richtigkeit erheben. Es sind halt meine Gedanken und Theorien dazu.

Der Mensch hat verschiedene Ur-Triebe. Dazu gehört Essen, Trinken, eine Höhle zum Schlafen und die Fortpflanzung. Und dann gibts da noch einen, das Jagen und Sammeln. Dieser scheint proportional zur Weiterentwicklung des Menschen sich zur Gier auszuwachsen, und je mehr im materiellen Pool vorhanden ist, desto größer wird die Gier. Diese Gier ist auch der Grund, warum einige wenige sich alles unter den Nagel reißen, und die Mehrheit leer ausgeht. 

Das Problem an der Sache ist, dass der Mensch das Bedürfnis nach Gesellschaft anderer Menschen hat. Es bilden sich also "Rudel" von Menschen. Bald bilden sich dann auch die Gesellschaftsstrukturen heraus. Und dann geht es los mit der Gier. Die, die aus welchen Gründen auch immer, an die Spitze dieser Strukturen gelangen, haben Macht. Und Macht ist was Feines. Macht macht süchtig, da das Gefühl, selbige zu haben, auch ein Auslöser für Glücksgefühle ist. Soweit, so schlecht. Die vorhandene Macht wird also krampfhaft verteidigt, mit Worten, Gewalt und halt auch mit Besitz. Also wird gerafft, was das Zeug hält, ohne Rücksicht auf Verluste.

Wenn man sich die Geschichte der Menschen mal so anguckt, gab es immer irgendwann den Punkt, wo sich die Macht-und Besitzlosen gewehrt haben und die Machtinhaber verjagten, umnieteten usw. Das nennt man im heutigen Sprachgebrauch Revolution. Alles wurde einmal kräftig durchgemischt, und die, die vorher keine Macht hatten, konnten jetzt selber bestimmen, wo es lang ging. Klingt gut, ist es auch. Für eine gewisse Zeit. Dann, auf unerklärliche Weise, geht das ganze Spiel von vorne wieder los. Komisch, oder? Spielen wir das in Gedanken doch einmal durch.

Morgen ist Revolution in Deutschland. Die Reichen, Blutsauger und Mächtigen werden verjagt. (Ich lasse jetzt mal diesen gesamten militärischen Bündniskram außer Acht, denn dann hätten wir keine Revolution, sondern einen Weltkrieg.) Es herrscht das Chaos. Es gibt zwei Sorten von Menschen. Die, die sich auch mit diesen Gegebenheiten irgendwie arrangieren können, und anfangen, alles wieder irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Dann gibt es noch die, die zu blöd oder zu faul sind, irgendetwas zu unternehmen, und sinnlos durch die Gegend eiern. Der Schwarzmarkt erlebt ungeahnte Blütezeiten, denn jeder will essen usw. 

Nach einiger Zeit kommt langsam Ordnung in das Chaos. Es bilden sich wieder gesellschaftliche Strukturen, denn der Mensch kann irgendwie nicht ohne Ordnung und Regeln usw. Gehen wir mal vom günstigsten Fall aus, und die, die organisieren, sind wirklich fair. Es wird also alles geordnet, alles wird gerecht verteilt, und alle haben ungefähr die gleichen Lebensumstände. (Nicht umsonst nennt man diese Gesellschaftsform Utopia.) Gut. Alle sind zufrieden. Erstmal. Und dann, spätestens eine Generation danach, geht es so langsam wieder los. Da wird hier ein bisschen gemauschelt, dort ein bisschen gekunkelt, und irgendwann hat der da wieder etwas mehr im Keller als sein Nachbar. Da er das ja seinem Nachbarn nicht sagen kann, weil der ihm sonst gepflegt eine auf die Fresse haut, sucht er unauffällig nach Gleichgesinnten. Findet er natürlich auch. Es wird sich zusammengetan, und das Kapital fleißig weiter gehortet. Eines Tages kommt der arme Nachbar dann an und fragt, ob er ihm etwas leihen kann, er wäre gerade knapp. Kein Problem, sagt der Hamsterer, kannst du dafür das und das für mich tun? Natürlich. Der reiche Nachbar hat also auf Grund seines Besitzes die Macht über den armen Nachbarn. Und so wächst sich das immer weiter aus. Eines Tages ist der reiche Nachbar dann wieder an der Spitze der Gesellschaft. Er holt nach und nach seine Kumpels, die auch mehr haben, als die anderen, ebenfalls an die Spitze. Sowas nennt man Vetternwirtschaft.

Durchbrechen kann man diesen Kreislauf nicht. Man schaue sich mal die ganzen Revolutionen in der Geschichte an, und was dann nach ein paar Jahrzehnten oder Jahrhunderten aus diesen hehren Zielen geworden ist. Und warum? Weil der Mensch ein Raubtier ist und die Gier fest in den Bedürfnissen verankert ist. Klar gibt es immer welche, die wirklich humanistisch eingestellt sind und das Wohl aller im Blick haben. Diese werden aber immer auffällig oder unauffällig beseitigt. Oder sie sterben weg, und die nächste Generation hat dann schon wieder nur die Gier im Kopf.

So, und nun könnt ihr gerne Revolution machen. Ich persönlich bin mal gespannt, wie lange es dann dauert, bis die Gierigen wieder das Sagen haben.... Wie sagte schon Bertolt Brecht in seiner Dreigroschenoper: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral."


Schließen möchte ich noch mit einem Lieblingszitat von mir:

"Macht korrumpiert. Absolute Macht korrumpiert absolut."
- John Emerich Edward Dalberg-Acton, 1834 - 1902 -

In diesem Sinne: Mahlzeit!




Sonntag, 16. März 2014

Blogbattle #5: Auto vs. Öffentliche Verkehrsmittel

Das Wort zum Sonntag, gesprochen von Äbtissin Claudia Karlsson, lautet diesmal : eigenes Auto im Vergleich mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

- Anschaffung: Hier haben die Öffis definitiv die Nase vorn, kostentechnisch gesehen. Jahreskarte, Bahncard etc. sind auf jeden Fall billiger als Fahrschule, Prüfungsgebühren und Autokauf.

- laufende Kosten: Auch hier wieder klares Plus für die Öffis. Monatliche bzw. jährliche Kosten für Bus-und Bahntickets sind günstiger als der Unterhalt eines Autos, der Sprit, die Versicherung, der TÜV, die ASU usw.

- Erreichbarkeit/Flexibilität: Klares Plus für das Auto. Während man bei den Öffis sich nach festen Zeiten richten muss, und diese in Kleinstädten/Dörfern absolut bescheuerte Fahrpläne haben, ist man, wenn man das Auto vor der Tür hat, unabhängig. Man kann zB. auch mal sonntags spontan irgendwo hinfahren.

- Bequemlichkeit: Auf der einen Seite das Auto, in das man alles hinten in den Kofferraum reinpackt und losfährt, auf der anderen Seite die Öffis, wo man sich mit Gepäck, Einkäufen usw. abeselt. Auf der einen Seite das Auto, mit dem man im Stau steht, auf der anderen Seite die Öffis, wo man sich um sowas nicht kümmern muss und bei entsprechender Planung (indem man Verspätungen gleich mit einplant bei den Anschlussverbindungen) sich zurücklehnt und andere sich darum einen Kopf machen lässt. Auf der einen Seite das Auto, wo man sich seine Beifahrer aussuchen kann, auf der anderen Seite die Öffis, wo man sich mit allem möglichen Gesocks das Fahrzeug teilen muss, was unter Umständen aber auch für amüsante und kabarettistische Blogs sorgt.

Mein Fazit: Autofahren ist ein teures Vergnügen, aber man ist flexibler. Wer auf dem Dorf wohnt und weit zur Arbeit fahren muss, ist mit dem Auto wohl besser beraten, wer in einer Stadt wohnt, die groß genug ist, um eine gut entwickelte Öffi-Struktur zu haben, der ist finanziell mit den Öffis besser beraten. Emotional gesehen, hat das Auto die Nase vorn, weil bequemer und ruhiger (wenn man sich von Staus und Baustellen nicht aus der Ruhe bringen lässt...).

In diesem Sinne:

Obstsalat!

Partnerblog: http://blog.corpus-et-amina.de/?p=1247

Sonntag, 9. März 2014

Blog Battle #4: Virtuelle Welten

Das Wort zum Sonntag, gesprochen von Priorin Claudia Karlsson, lautet diesmal "Virtuelle Welten".

Wer den Begriff "Virtuelle Welt" hört, denkt zuerst natürlich an Computerspiele, Blut, Gemetzel und solche Geschichten. Tatsächlich zB. operieren Ärzte in virtuellen Welten, wenn sie mit einem Endoskop hantieren, Piloten werden in virtuellen Umgebungen ausgebildet, und vieles mehr. Virtuelle Welten sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Aber ich lamentiere dann doch lieber über Computerspiele.

Ja, ich geb es zu, ich bin eine "Zockerbraut". Und ich zocke, weil ich Spaß daran habe, weil es mich entspannt, und weil ich nach der Arbeit abschalten will. 

Jedem, der gerne zockt, ist Prof. Christian Pfeiffer natürlich ein Begriff. Der gute Mann wettert unaufhörlich gegen sogenannte "Killerspiele" und macht sie mit für psychische Entgleisungen, Amokläufe usw. verantwortlich. Mich persönlich würde mal interessieren, wie er zB. einen Charles Manson erklärt, denn damals gab es noch gar keine Computerspiele. Oder einen AvengerAngel, der trotz jahrelangen exzessiven Killerspiele-Konsums immer noch auf der Stufe der Massenmord-Planung stehengeblieben ist und keinerlei Anstalten macht, diese in die Tat umzusetzen. Finde ich bedenklich, schließlich verpflichtet auch ein schlechtes Klischee. Da ich ja auch so eine nichtsnutzige nicht-amoklaufende Killerspiele-Zockerin bin, gehe ich mit geheucheltem Bedauern kurz in mich, um über meine nicht ausgeführten Schandtaten nachzudenken. So, fertig.

Diese ganze Diskussion um Gewalt oder nicht Gewalt finde ich gelinde gesagt affig. Mir wurden als Kind schon abends Märchen vorgelesen, in denen eine Rentnerin in einen Ofen geschubst und bei lebendigem Leib verbrannt wird, weil sie ihre kannibalistischen Gelüste nicht unter Kontrolle hat. Trotzdem habe ich noch nie darüber nachgedacht, ob das Verbrennen von nervenden Rentnern eine mögliche Problemlösung wäre, um endlich Ruhe zu haben (weil die nicht in den Kachelofen passen)! Oder eine Operation ohne Betäubung im Bauchraum eines Wolfes, um eine wild wuchernde Großmutter zu entfernen, die sich dort eingenistet hat. Das arme Tier!  Oder zwei Bengels, die ihren Lehrer andauernd ärgern, und zur Bestrafung in einer Mühle klein gemahlen werden. Und wer macht die Sauerei dann weg? 

Gewaltdarstellungen gab es also schon immer, auch vor den ach so bösen Computerspielen. Und trotzdem leben wir noch und die Zahl der Massenmörder war auch überschaubar. Was ein Haufen von bunten Pixeln und etwas rote Farbe daran ändern sollen, erschließt sich mir nicht. Sicher, man kann süchtig werden nach dieser Art Realitätsflucht. Aber dann machen auch Bücher, Fernsehen, Eisenbahnmodellbau, Buchstabensuppen sortieren oder Konzertbesuche süchtig. 

Einen Vorteil haben Multiplayer-Spiele allerdings. Wenn mir die anderen Mitspieler derbe auf den Sack gehen, täusche ich einen Bluescreen vor und mache das Spiel aus. Schade, dass es das nicht in der realen Welt gibt, da muss man nervende Zeitgenossen ertragen oder ihnen zartfühlend, zB. mit einer erhobenen Axt, klar machen, dass sie einem auf den Wecker gehen.

Weiterhin dienen Computerspiele auch als therapeutische Hilfe, um Trennungen, Mobbing und andere schädliche Umwelteinflüsse zu verarbeiten. Ich empfehle dazu, mit einem guten Freund "Worms" zu spielen und den Würmern der eigenen Mannschaft die Namen von ungeliebten Personen, Ex-Partnern oder Familienmitgliedern zu geben. Vor dem Match wird dann noch kurz ausgehandelt, welcher Wurm unbedingt sterben muss und welcher auf gar keinen Fall sterben darf. Und dann immer fröhlich rumballern. Erschießt der gute Freund dann "positive" Würmer, kann man seinen ganzen Frust an besagtem Kumpel auslassen. Bitte daran denken, dass Blutflecke auf dem Teppich sofort mit kaltem Wasser entfernt werden müssen, weil sie sonst nie wieder rausgehen!

Schließen möchte ich mit dem geflügelten Satz der Gamergemeinde:
"Real Life? Scheiß Spiel, aber geile Grafik!"

In diesem Sinne

Throm-Ka!


Partnerblog dazu: http://blog.corpus-et-amina.de/?p=1208

  


Sonntag, 2. März 2014

Blogbattle #3

Das Wort zum Sonntag, gesprochen von Nonne Claudia Karlsson, lautet diesmal Kleidung.

Alles begann damit, dass das Neanderthalerweibchen anklagend auf das Bärenfell deutete, mit dem sie bekleidet war, und missbilligend "Ugha!" zu ihrem Männchen sagte. Dieses erhob sich daraufhin seufzend, schnappte sich seine Keule und ging aus der Höhle hinaus, um selbige einem Säbelzahntiger auf den Kopf zu hauen. Das Fell warf er dem Weibchen mit einem mürrischen "Ugha!" in die Höhle. So entstand die Mode. Ugha.

Kleidung an sich dient ja nur dazu, einen vor Kälte, Sonne, Regen und anderen nervenden Umwelteinflüssen zu schützen. Alles, was darüber hinaus geht, ist dann Mode. Mode treibt manchmal seltsame Blüten. Diese Blüten dienen oft dazu, andere, besonders potentielle Partner, zu beeindrucken. Oder sich selbst vorzugaukeln, dass man eine Kleidergröße oder ein Alter hat, was man nicht hat. 

Ansonsten ist es mir eigentlich ziemlich wumpe, was gerade Mode ist oder was andere sich überstülpen. Schwarz ohne viel Schnickschnack, bequem muss es sein, und fertig ist die Laube. Hat den Vorteil, dass man, wenn man den Kleiderschrank aufmacht und blind hineingreift, immer passendes Zeug erwischt, und die lang währenden Überlegungen, was man denn nun anzieht, sich auch erübrigen. 

Apropros schwarz: Irgendwie scheinen nur kleine, zierliche Mädels oder Frauen schwarz sein zu dürfen. Alles, was über Größe 42 geht, ist von den schönen Grufti-Klamotten ausgeschlossen. Wieso eigentlich? Heißt das, dass man, wenn man die Pubertät hinter sich gelassen hat, gefälligst wieder "normal" zu werden hat und  z.B. pinke Socken trägt? (Ich musste die Socken einfach einbauen, es war ein innerer Zwang, sorry Claudia ;-) ) Aber jetzt mal im Ernst. Das ist ein Thema, an dem ich mich hochziehen kann. Da blättert man einschlägige Kataloge und Internetseiten, und wenn ich dann mal eine schwarze Klamotte finde, wo ich sage: Das könnte mir gefallen, dann gucke ich auf die Größe und die Ernüchterung folgt auf dem Fuße.... Dazu kommt dann noch, dass die Sachen meist ziemlich klein ausfallen. Wahrscheinlich ist schwarzer Stoff bzw. schwarze Farbe ein rares Gut, mit dem man sparsam umgehen muss. Bestimmt klauen die ganzen Schlipsträger den Stoff für ihre Angeber-Anzüge. Ist wohl Bonzen-Stoff oder so. 

In diesem Sinne:

Schwarzwurzel!

Partner-Blog von Avenger: http://blog.corpus-et-amina.de/?p=1182



Sonntag, 23. Februar 2014

Blog Battle #2 - Frühling -

Das Wort zum Sonntag, gesprochen von Schwester Claudia Karlsson, lautet diesmal "Frühling".

"Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte..."...ja, ist gut, Herr Mörike. Interessant, dass einem so ein Gedichtchen noch im Kopf herumspukt, nur weil man es vor gefühlten 10.000 Jahren mal in der Schule auswendig lernen musste. Da kannste mal sehen, was das Gehirn so alles an unwichtigem Zeug speichert. Oder welchen Sinn hat das Auswendiglernen von Gedichten, außer das Gedächtnis zu trainieren? Keinen, zumindest kenne ich niemanden, dem bei einem Vorstellungsgespräch für einen Job gesagt wurde: "Also Sie sind ja fachlich wirklich kompetent, aber leider kennen Sie den Erlkönig nicht auswendig, daher kann ich Sie leider nicht einstellen!" Hurra, ich habe schon wieder Kopfkino.

Frühling steht als Sinnbild für Erneuerung, neues Leben, Neuanfang und Fruchtbarkeit. Geschichtlich wird der Frühling oft in Verbindung mit großen politischen Umwälzungen gebracht, zB. der Prager Frühling, der Arabische Frühling usw. In diesen "Frühling" genannten Zeitabschnitten revoltierten die Menschen in diktatorisch regierten Ländern bzw. Regionen, um ihre Knechtschaft abzuschütteln. Ich warte ja immer noch auf den Anti-Merkel-Frühling.

Ich für meinen Teil mag den Frühling. Die Tage werden wieder länger, die Sonne scheint, aber brüllt noch nicht, die Haut kann wieder Vitamin D3 produzieren, was bedeutet, dass mich nicht jeder mit einer dämlichen Erkältung anstecken kann, und alles wird grün, was meinem Nervenkostüm gut tut. Avengers Brüllereien "Mach das Licht da oben weg!!!" halten sich auch noch in Grenzen, ich friere mir nicht mehr den Hintern ab, wenn ich aus dem Haus gehe, schwitze mich aber auch noch nicht tot. Alles in allem ein klares Like für den Frühling! Und es ist mir völlig wumpe, ob das nun untrue ist oder nicht.

Über diesen ganzen Frühlingsfest-Geschichtskram lasse ich mich hier nicht weiter aus, denn ich habe so eine Vermutung, dass Avenger da wieder lang und breit drüber schwafeln wird...

Modetechnisch gesehen, ist der Frühling genauso quälend wie der Sommer und der Herbst. Es wird wieder bauchfrei getragen, egal, ob die Schwabbelbäuche zu sehen sind, Leggings und Jeggings werden sich übergestülpt, meistens von Personen, bei denen man betet: "Bitte beweg dich nicht ruckartig, die Wurstpelle platzt sonst!" und jedwede Farbkombination, die Augenkrebs verursacht, wird fröhlich und unbekümmert spazieren getragen. Vielleicht sind manche ja auch einfach nur farbenblind, und erkennen nicht, dass zB. Pink und Orange absolut augenunfreundlich ist, wenn es miteinander kombiniert wird!

Diesen Frühling gehts dann auch noch nach gefühlten hundert Jahren endlich mal wieder in den Urlaub. Ich bin mal gespannt, wie das so ist, so richtig Urlaub, so mit wegfahren und so. Kann mich an sowas gar nicht mehr erinnern....

Zum Abschluss noch ein gewichtiges, tiefsinniges Zitat von einem meiner Lieblingsschriftsteller, Douglas Adams:

"Der Frühling wird überbewertet."

In diesem Sinne

Karotte!



Sonntag, 16. Februar 2014

Blog-Battle #1

Das Wort zum Sonntag für diese Woche, gesprochen von Nonne Claudia Karlsson, lautet:

Beziehung

Ganz toll. Mein Lieblings-Hass-Wort. War ja klar. Nun gut. Dann soll es so sein. Selber schuld.



Auch wenn eine gewisse Person bei der Vergabe des Battle-Worts sicher eine bestimmte Art der Beziehung im Sinn hatte, muss ich auch mal kurz feststellen, dass so ziemlich alles in irgendeiner Beziehung zu etwas steht. Da wären zum Beispiel folgende Arten der Beziehung:

- mathematische (zum Beispiel der Zähler zum Nenner in einem Bruch; klingt langweilig, ist es auch, außer für Sheldon und seine Kumpels...)

- geschäftliche Beziehungen (bei Privatpersonen übernimmt gern die Schufa die Verhütung)

- symbiontische Beziehungen (eine Gemeinschaft, bei der beide Teile davon profitieren; gibt es meiner Meinung nach nur in der Pflanzen- und Tierwelt)

- Arbeitsbeziehungen (nein, ich rede nicht von den Weihnachtsfeiern und den Scheidungen danach)

- diplomatische Beziehungen (bei manchen Staaten sind das wohl eher on/off-Beziehungen)

- göttliche Beziehungen (auch als "völlig abstrus", "SMS-Beziehung" oder "GZSZ" bezeichnet; für alle, die jetzt ziemlich deppert aus der Wäsche gucken, das ist ein Insider )

- und natürlich die zwischenmenschlichen Beziehungen (ja, sie kommt endlich zum Thema...)

Da wären zum einen die verwandtschaftlichen Beziehungen, die man sich nicht aussuchen kann, weil man ja, ohne gefragt zu werden, in irgendeine Sippe bei der Geburt hineinplumpst. Diese Menschen hat man dann ein Leben lang an der Backe. Wenn man Glück hat, nerven sie nicht allzu sehr, und man kann ein selbstbestimmtes Leben führen. Wenn man Pech hat, muss man auswandern oder sich anderweitig nach Alternativen umsehen. In der Bibel endet der erste verwandtschaftliche Konflikt damit, dass Kain Abel eins über den Schädel zieht und zur Strafe ein hübsches Tattoo auf die Stirn geklatscht bekommt. Leider wurde wenig später dann die Steinigung erfunden, deshalb ist von dieser Art der Distanzierung von ungeliebten Verwandten abzuraten. 

Ja, und zu guter Letzt wäre dann da auch noch die Liebesbeziehung. Laut Theorie sollte sie der Bereicherung des Lebens dienen, praktisch dient sie allerdings nur dazu, sich fortzupflanzen, schnell graue Haare zu bekommen und die Banken zu mästen.

Wenn eine Beziehung neu und frisch ist, ist alles toll. Die Hormone Dopamin, Serotonin und ihre Kumpels sorgen dafür, dass man meint, den Traumpartner fürs Leben gefunden zu haben, alles ist toll. Später, wenn die Glückshormone so langsam mal Zeit für sich brauchen, und irgendwo auf dem Ballermann urlauben, stellt man dann fest, dass irgendwie der Rausch verflogen ist und ändert seinen Status auf Facebook in "Es ist kompliziert". Noch später lernt einer der beiden dann jemand neues kennen, die Glückshormone sind auch grade aus dem Urlaub zurück und deshalb wird dann via Mail, SMS, Facebook oder Whatsapp die Trennung verkündet. Der zurückbleibende Mensch geht zum Psychiater, zum Friseur, und in die Muckibude. Irgendwann sind dann die negativen Gefühle wieder verblasst, und das Spiel geht von vorne los.

Früher soll das ja so gewesen sein, dass Paare das ganze Leben zusammen blieben. Das muss man sich mal vorstellen! Heute kommt man ja schon zur Silberhochzeit ins Guiness-Buch der Rekorde...

Meiner einer hat zur Zeit keinerlei Interesse mehr an diesem Kreislauf des Irrsinns. Vielleicht ändert sich das ja irgendwann wieder. Keine Ahnung. Wir werden sehen. 

In diesem Sinne 

Schinken!

Avengers Beitrag: http://blog.corpus-et-amina.de/?p=1125




Montag, 16. Dezember 2013

Diagramme....

Heute hatte ich nette Post von meiner "Kreditkartenfirma". Nachdem ich den Lachflash überwunden und unterm Schreibtisch wieder hervorgekrabbelt war, mir die Lachtränen aus den Augen gewischt und mich energisch zur Ordnung gerufen hatte, stellte ich fest, dass ich diese Perle der Phishing-Kunst unbedingt der Nachwelt überliefern muss. Daher völlig unkommentiert im Anschluss den originalen Wortlaut der Mail....


"Hallo Gast Visa Karte,
Ihre Kreditkarte wird ausgesetzt, weil wir ein Problem festgestellt auf Ihrem Diagramm ..
Wir können feststellen, dass Person muss Ihr Diagramm ohne Ihre Erlaubnis verwenden.
Zu Ihrem Schutz haben wir Ihre Bankverbindung durch Ihre Kreditkarte aufgehängt.
Um diese Suspendierung aufzuheben, klicken Sie hier und folgen Sie den Prozess skizziert
Klicken Sie hier (Link entfernt)
Hinweis: Wenn diese nicht erfüllt ist, werden wir gezwungen, Ihr Diagramm auf unbestimmte Zeit auszusetzen
weil es für betrügerische verwendet werden.

Vielen Dank für Ihre Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit.
Danke,"



(Liebe Phisher, wenn ihr mich schon versucht, hereinzulegen, dann doch bitte in korrektem Deutsch! Und wieso hängt ihr mein Bankkonto auf? Was hat das arme Ding euch denn getan? Nur, weil fast nie was drauf ist, braucht ihr es doch nicht umzubringen....)